1933 – 1940

Sanary: Hauptstadt des künstlerischen und literarischen Exils …

Nachdem Hitler 1933 an die Macht gekommen war, verließen viele Intellektuelle und Künstler Deutschland und Österreich, um in Frankreich Zuflucht zu suchen, das ihnen als sicheres Land erschien. Einige von ihnen fanden, nachdem sie sich zu Fuß über die Pyrenäen gewagt hatten, ihr Heil jenseits des Atlantiks.

Sanary sur Mer, das damals ein kleines Fischerdorf an der Côte d’Azur war, wurde so zwischen den Jahren 1933 und 1940 zum Treffpunkt berühmter Schriftsteller und Künstler: Thomas Mann, Lion Feuchtwanger, Moïse Kisling und viele andere.

Sie blieben dort mehr oder weniger lange.

Oben: Das Café de La Marine am Quai Charles de Gaulle war einer der Orte, an denen sich die Exilanten gewöhnlich trafen.

Ludwig Marcuse gab Sanary sur Mer in diesen Jahren den Titel :

“ Heimliche Hauptstadt der deutschsprachigen Literatur „

Am 10. Mai 1933 kam es in ganz Deutschland zu Bücherverbrennungen. Diese Maßnahme war keine spontane Aktion nationalistischer Studenten, sondern die der Nationalsozialistischen Partei, die sie lange vorbereitet hatte.

Den Werken der „verbrannten Autoren“ wurde antideutscher Geist vorgeworfen, d. h. Dekadenz, Unmoral, schmutzige Ansichten, politischer Verrat, Verfälschung der deutschen Geschichte und Herabwürdigung ihrer großen Persönlichkeiten sowie literarischer Verrat an den Soldaten des Ersten Weltkriegs, Schamlosigkeit und Arroganz. Die diskriminierten Werke wurden aus Buchhandlungen und Bibliotheken entfernt.

Daraufhin verließ fast die gesamte literarische Elite Deutschlands, etwa 1500 bekannte Schriftsteller, das Land.

Oben: Die Gedenktafel vor dem Tourismusbüro.

Weiterführende Informationen …

Sehen Sie sich die Broschüre an „Exil im Paradies – Das Leben der Exilanten„.

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Sehen Sie sich die Broschüre der Rundreise an
„Parcours der Erinnerung“

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